41-03342-01 LD-G-34 plus Lokdecoder fr Gleichstrommotoren mit NEM 652 Stecker (1 Stck)

Art.Nr.:
41-03342-01
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Lokdecoder MM/DCC LD-G-33plus / LD-G-34plus / LD-G-36plus

Funktion

Digitalbetrieb

Die Lokdecoder der Serie 30 plus sind Multiprotokoll-Decoder, die sowohl Signale im DCC-Format als auch im Motorola-Format auswerten. Sie erkennen automatisch, in welchem Format die Zentrale die Signale an ihre Adresse sendet.

Der Adressumfang ist von dem Digitalformat abhängig:

  • Motorola-Format: 255 Adressen,

  • DCC- Format: 127 Basis-Adressen oder 10.239 erweiterte Adressen.

Im DCC-Format kann der Decoder in allen Fahrstufenmodi (14, 28 oder 128 Fahrstufen) angesteuert werden. Im Motorola-Format wird er im 14- oder 27-Fahrstufen-Modus angesteuert. Die Ansteuerung aller 27 Fahrstufen ist nur mit Zentralen möglich, die diesen Modus im Motorola-Format unterstützen (z.B. MasterControl).

Analogbetrieb

Die Lokdecoder der Serie 30 plus können auch in analogen Modellbahnanlagen eingesetzt werden. Sie können sowohl mit einem Wechselstrom- als auch mit einem Gleichstrom-Fahrregler betrieben werden. Sobald das Fahrzeug auf das Gleis gestellt wird, erkennt der Decoder automatisch, ob er analog oder digital angesteuert wird, und stellt den entsprechenden Betriebsmodus ein.

Motoransteuerung

Die Pulsweitenmodulation (PWM) der Lokdecoder der Serie 30 plus kann auf einen Wert zwischen 60 Hz und 30 kHz eingestellt werden. Die Decoder können damit individuell an die verschiedenen Motortypen angepasst werden. Sie können auch mit Glockenankermotoren eingesetzt werden.

Lastregelung 

Die Decoder der Serie 30 plus haben eine Lastregelung. Diese beeinflusst die Motorspannung so, dass die Geschwindigkeit der Lok im Fahrbetrieb bei einer gewählten Fahrstufe konstant bleibt, unabhängig von der Größe zusätzlicher Belastungen (z.B. Fahrten an Steigungen, angekoppelte Waggons).

Durch Verändern einer CV-Variablen des Decoders kann die Lastregelung ein- oder ausgeschaltet werden. Die Lastregelparameter können ebenfalls durch das Ändern von CV-Variablen verändert werden, um den Decoder an individuelle Eigenschaften des Motors anzupassen.

Lastregelparameter: Die Lastregelung wird durch drei Parameter bestimmt, die aufeinander abgestimmt sein müssen, um optimale Fahreigenschaften zu erzielen. Jedem Lastregelparameter ist eine CV-Variable zugeordnet. Die Parameter sind:

KP: Der proportionale Bestandteil der Regelung sorgt dafür, dass der Unterschied zwischen dem Soll- und dem Istwert möglichst klein wird. Er kann niemals den Wert "0" annehmen. Dieser Bestandteil wirkt sich auf die Grundgeschwindigkeit aus. Ist der eingestellt Wert zu klein, fährt die Lok zu langsam. Ist der Wert zu groß, ruckelt die Lok während der Fahrt.

KI: Der integrale Anteil der Regelung sorgt dafür, dass der verbleibende Unterschied zwischen dem Soll- und dem Istwert auf 0 reduziert wird und damit dafür, dass auch sehr kleine Abweichungen ausgeregelt werden. Ist der eingestellte Wert zu groß, führt das zu starkem Ruckeln der Lok während der Fahrt.

KD: Der differentiale Anteil der Regelung sorgt dafür, dass die Regelung nicht zu schnell umgesetzt wird. Ist der eingestellte Wert zu niedrig, ruckelt die Lok während der Fahrt. Ist der eingestellte Wert zu groß, schaukelt die Lok während der Fahrt.

Geschwindigkeitskennlinie

Durch Einstellung der Anfahr-, Mitten- und der Höchstgeschwindigkeit können die Decoder an die Fahreigenschaften des Motors und die charakteristischen Fahrgeschwindigkeiten des Loktyps angepasst werden. Aus der Anfahr- und der Höchstgeschwindigkeit erzeugt der Decoder eine (ggf. geknickte) lineare Geschwindigkeitskennlinie.

Wenn der Fahrstufenmodus auf 28 Fahrstufen eingestellt ist, kann alternativ zur linearen Geschwindigkeitskennlinie jeder der 28 Fahrstufen eine beliebige Motorspannung zugeordnet werden. Dieses ermöglicht die Erstellung einer an die individuellen Fahreigenschaften des Motors angepassten Geschwindigkeitskennlinie. Die eingestellten Werte werden in der alternativen Geschwindigkeitstabelle abgespeichert.

Rangiergang

Bei entsprechender Programmierung kann über eine Funktionstaste (bei Auslieferung F3) in den Rangiergang umgeschaltet werden. Im Rangiergang wird die Geschwindigkeit aller Fahrstufen um ca. 50 % gegenüber der eingestellten Geschwindigkeit reduziert.

Anfahr- und Bremsverzögerung

Die Anfahr- und die Bremsverzögerung sind getrennt voneinander programmierbar. Sie können bei entsprechender Programmierung mit einer Funktionstaste (bei Auslieferung F4) ein- und ausgeschaltet werden.

Funktionsausgänge

Die Decoder haben Funktionsausgänge, an die zusätzliche Verbraucher angeschlossen werden können (z.B. Beleuchtung, Rauchgenerator, Soundmodul, elektrische Kupplung). 

Effekte der Funktionsausgänge

Für die Funktionsausgänge (außer AUX7) können einzeln die folgenden Effekte eingestellt werden:

  • Fahrtrichtungsabhängiges Schalten.

  • Blinken und Doppelblinken: Die Frequenz und das Tastverhältnis der Blinklichter können eingestellt werden. Anwendungsbeispiel: Einzel- und Wechselblinklichter oder Strobe (Aufblitzen).

  • Kicken: Die Funktionsausgänge können so eingestellt werden, dass sie zunächst für maximal ca. 12,5 Sekunden die volle Spannung erhalten und dann ausgeschaltet werden. Anwendungsbeispiel: Bei einigen Typen elektrischer Kupplungen wird die volle Spannung zum Entkuppeln benötigt. Um die Kupplungen zu schonen, muss anschließend die Spannung ausgeschaltet werden.

  • Rangierlicht: Die Ausgänge können so programmiert werden, dass sie während des Rangierbetriebs (schaltbar mit F3 oder F4) grundsätzlich eingeschaltet sind. Die Fahrtrichtungsabhängigkeit dieser Ausgänge ist während des Rangierbetriebs aufgehoben.

  • Sonderfunktion für Fahrstufe 0: Eine Funktion kann so programmiert werden, dass sie bei Fahrstufe 0 andere Funktionen abschaltet und bestimmte Funktionsausgänge einschaltet. Anwendungsbeispiel: In manchen BWs ist es üblich, dass bei kurzfristig abgestellten Loks vorn und hinten das Schlusslicht eingeschaltet wird.

  • Dimmen: Anwendungsbeispiel: Die für den Analogbetrieb vorgesehenen Lämpchen älterer Fahrzeuge können gedimmt werden und müssen dann nach dem Einbau des Decoders nicht ausgetauscht werden.

  • Fahrstufenabhängiges Dimmen: Die Spannung wird in Abhängigkeit von der Fahrstufe gedimmt. Damit lässt sich z. B. eine schwache Rauchentwicklung beim Halt oder eine ausgeschaltete oder gedimmte Führerstandsbeleuchtung während der Fahrt realisieren.

  • MARslight (= auf- und abschwellende Lichtstärke): Anwendungsbeispiel: amerikanische Loks mit dieser Art von Beleuchtung.

Servo-Ausgang

Die Decoder der Serie 30 plus haben einen Ausgang, der die Signale zur Ansteuerung eines Servos überträgt. Die Spannungsversorgung für den Servo kann nicht vom Decoder bereitgestellt werden, daher ist dafür eine externe Spannungsversorgung erforderlich (z.B. Servoplatine Art.-Nr. 70-05900-01).

Die Steuerung des Servos erfolgt durch:

  • Einstellung der Endlagen über CVs und Ansteuerung durch Betätigen der Funktionstasten ("on" = Endlage 1 , "off" = Endlage 2) oder

  • durch Eingabe eines Wertes für den Stellwinkel über POM, wodurch jeder beliebige Winkel angefahren werden kann.

Soundfunktionen

SUSI-Schnittstelle

An den Lokdecoder LD-G-33 plus kann ein SUSI-Soundmodul angeschlossen werden, das über den Decoder ausgelesen, programmiert und angesteuert wird.

Der Lokdecoder überträgt den Zustand der Funktionen und die an der Zentrale eingestellte Fahrstufe an das SUSI-Modul. Dadurch werden geschwindigkeitsabhängige Funktionen des SUSI-Moduls beeinflusst (z.B. Motorgeräusch).

Integrierte Sounds

Bei den Lokdecodern der Serie 30 plus (außer LD-G-36 plus) stehen drei integrierte Sounds zur Verfügung:

  • Lokpfiff,

  • Glocke,

  • Signalhorn.

.

Auslösen der Funktionen

Alle Decoderfunktionen, d.h. die Funktionsausgänge, der Servo-Ausgang und die integrierten Sounds werden ausgelöst durch:

  • Betätigen der Funktionstasten und / oder

  • automatisch über die Schalteingänge. Die Schalteingänge werden über externe Kontakte ausgelöst, z.B. über Reedkontake oder Hall-Sensoren in Kombination mit Dauermagneten im Gleis. Hinweis: Beim Lokdecoder LD-G-33 plus stehen die Schalteingänge nicht zur Verfügung, wenn ein SUSI-Modul angeschlossen wird.

Die Zuordnung der Ausgänge zu den Funktionstasten und den Schalteingängen ist frei wählbar (außer AUX7). Es ist möglich, einem Ausgang mehrere Funktionstasten und Schalteingänge zuzuordnen.

Im DCC-Format werden die Ausgänge F0f und F0r über die Funktionstasten F0 bis F12 und die Ausgänge AUX1 bis AUX6 über die Funktionstasten F0 bis F28 geschaltet, im Motorola-Format über die Funktionstasten F0 bis F4. Im Motorola-Format können die Funktionen F5 bis F9 über die Funktionstasten F1 bis F4 und F0, die einer zweiten Decoderadresse zugeordnet werden, geschaltet werden. Die Funktionen F10 bis F28 stehen im Motorola-Format nicht zur Verfügung.

Alle Funktionsausgänge können invertiert geschaltet werden, d.h. bei Stellung "on" wird die zugeordnete Funktion ausgeschaltet, bei Stellung "off" eingeschaltet.

Automatisierte Abläufe

Die Steuerungssoftware im Lokdecoder ermöglicht die Automatisierung von Vorgängen und die Reduzierung komplexer Abläufe auf einen Tastendruck.

Pendelautomatik

Über die Schalteingänge kann eine Pendelautomatik zwischen zwei Endbahnhöfen eingerichtet werden. Durch CV-Programmierung wird festgelegt:

  • Länge der Haltezeit (0 bis max. 160 Sekunden), entweder gemeinsam für beide Fahrtrichtungen oder getrennt für Vorwärts- und Rückwärtsfahrt;

  • ob nach dem Halt ein Richtungswechsel ausgeführt wird oder nicht.

Der Pendelautomatik kann eine Funktionstaste zugeordnet werden, so dass sie im Betrieb ein- und ausgeschaltet werden kann.

Ablauf: Sobald der Schalteingang ausgelöst wird (z.B. durch einen Magneten im Gleis in Kombination mit einem Hallsensor oder einem Reedkontakt), bremst die Lok mit der eingestellten Bremsverzögerung. Nach der eingestellten Haltezeit fährt die Lok mit der eingestellten Anfahrverzögerung wieder los. Je nach Einstellung wird intern die Fahrtrichtung gewechselt und die Lok fährt in die Gegenrichtung zurück oder die Lok fährt in die selbe Richtung weiter.

Geschwindigkeitsabhängige Dimmfunktion

Geschwindigkeitsabhängige Funktionen können automatisch bei Erreichen einer per CV definierten Fahrstufe geschaltet werden. Den Funktionsausgängen wird für die Fahrstufenbereiche unter- und oberhalb der definierten Fahrstufe jeweils eine individuelle Spannung zugeordnet. Damit lassen sich z.B. das Fernlicht ein- und ausschalten, die Führerstandsbeleuchtung regeln oder die Intensität des Dampfausstoßes beeinflussen.

Rangierfunktion

Rangiergang und Rangierlicht können der selben Funktionstaste zugeordnet werden. Dann wird automatisch beim Umschalten in den Rangiergang (und der damit verknüpften Reduzierung der Geschwindigkeit) die Rangierbeleuchtung (weiße Stirn- und Schlussbeleuchtung) eingeschaltet.

Sonderfunktionen für Fahrstufe 0

Durch Programmierung der Sonderfunktionen für Fahrstufe 0 können mehrere Funktionsausgänge und Funktionen gleichzeitig ein- oder ausgeschaltet werden, die sonst einzeln geschaltet werden müssten. Es können so z.B. beim Abstellen der Lok im BW mit einer Funktionstaste mehrere Beleuchtungen gleichzeitig geschaltet werden (Stirn- und Schlussbeleuchtungen, Führerstands- und Fahrwerksbeleuchtung).

An- und Entkuppelautomatik

Durch entsprechende CV-Programmierung können An- und Entkupplungsvorgänge mit einer Funktionstaste ausgelöst werden.

Der Ankuppelautomatik werden je eine Funktionstaste für Ankuppeln in Fahrtrichtung "vorwärts" und "rückwärts" zugeordnet. Zum Ankuppeln fährt die Lok mit einer per CV einstellbaren Geschwindigkeit an den anzukuppelnden Waggon heran. Sobald der zugeordnete Schalteingang mit Masse verbunden wird (z.B. durch eine stromübertragende Kupplung), hält die Lok an. Nach dem Ankoppeln wird die ursprüngliche Fahrtrichtung wieder eingestellt.

Zum Entkuppeln fährt die Lok zunächst ein kleines Stück entgegen der eingestellten Fahrtrichtung, um die Kupplung zu entlasten. Der Funktionsausgang, an den die Kupplung anschlossen ist, wird eingeschaltet. Um die Kupplung zu schonen, wird der Strom - nach einer einstellbaren Zeit - automatisch wieder ausgeschaltet. Die Fahrtrichtung wird intern wieder auf die eingestellte Richtung umgestellt und die Lok fährt ein kurzes Stück vom abgekuppelten Waggon weg.

Rückmeldung mit RailCom* und RailComPlus*

RailCom ist ein Protokoll zur bi-direktionalen Kommunikation in digitalen Modellbahnanlagen, die im DCC-Format gesteuert werden. Es ermöglicht z.B. die Rückmeldung der Adresse und der CV-Einstellungen von den Decodern zur Digitalzentrale oder zu speziellen Empfängerbausteinen (Detektoren). Die Decoder müssen dafür ausgelegt sein, die sogenannten RailCom-Messages zu senden.

Bei entsprechender Programmierung senden die Lokdecoder der Serie 30 plus (fortlaufend) die (Basis-, erweiterte oder Consist-) Adresse an die Detektoren (sogenanntes RailCom Broadcast Datagramm) und übermitteln auf einen entsprechenden Auslesebefehl hin eine CV-Meldung.

Das Versenden von RailCom-Messages ist nur in Anlagen möglich, in denen ein DCC-Signal an den Schienen anliegt. Daher ist die Nutzung der RailCom-Funktion in einer reinen Motorola-Umgebung nicht möglich.

RailComPlus ermöglicht die automatische Anmeldung der Decoder bei der Zentrale. Dabei werden Lokadresse und Lokname sowie Funktionsart und -umfang übermittelt. Voraussetzung für die Nutzung ist der Einsatz einer Zentrale, die diese Art der Rückmeldung unterstützt.

"Geeignet für Kinder ab 14 Jahren"

„Benutzung unter unmittelbarer Aufsicht von Erwachsenen“


Achtung! Nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet.

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